Gebrauchsanweisung Pflegedokumentation

Die Pflegedokumentation ist das „Bauch-Beine-Po“ der professionellen Pflege, Pflegeleitungen können ein Lied davon singen. Schulungen bringen nicht den gewünschten Effekt und auch die oft mitgelieferten Handbücher zur Pflegedokumentation sind für den Pflegealltag kaum zu gebrauchen.

Wenn Pflegeplanungen länger als drei Seiten sind und die Summe der abzuhakenden Leistungen pro Schicht zweistellig werden, dann gibt es etwas zu vereinfachen. Sehr gerne unterstütze ich Sie bei der einheitlichen Reduktion der Pflegeprozessdarstellung, für mehr Zeit in der Pflege.

In Rahmen moderierter Qualitätszirkel können Sie sich – gemeinsam – ganz bewusst mit der Thematik auseinandersetzen und für Klarheit sorgen. Das Angebot zur Vereinfachung der Pflegedokumentation im vorhandenen System beinhaltet folgende Schritte:

  • Alle bisherigen Vorgaben zur Pflegedokumentation werden gesammelt, gesichtet, themenbezogen zusammengefasst, ggf. inhaltlich ergänzt und dann auf das Wesentliche reduziert.
  • Die Inhalte werden auf Schulungsbausteine verteilt (z.B. Basiskurs, Aufbaukurs, Zusatz Pflegefachkraft, Schwerpunkt Pflegeplanung)
  • Bildung und Moderation verschiedener Arbeitskreise. Idealerweise ist jeder Wohnbereich in jedem Arbeitskreis vertreten, im Basis- und Aufbaukurs sind Pflegehilfskräfte in der Überzahl. Aufwand: je drei Treffen à 90 Minuten innerhalb von 4-6 Wochen.
  • Die Teilnehmer erarbeiten Wegbeschreibungen für ihren Baustein und werden als Multiplikatoren  fit gemacht. Ziel: Eine verständliche und verbindliche Gebrauchsanweisung mit klaren fachlichen Vorgaben, auf die man sich auch berufen darf.
  • Die Arbeitsergebnisse werden im „Handbuch zur Pflegedokumentation“ zusammengeführt, überprüft und nach bestandenem Praxistest von der Pflegedienstleitung freigegeben.

Die gemeinsam erarbeitete Gebrauchsanweisung ist das Nachschlagewerk, auf dessen Grundlage geschult, eingearbeitet und visitiert wird. Für mehr Kontinuität müssen zukünftige Veränderungen im Qualitätszirkel beschlossen werden.

Mein Part: Ich unterstütze die Pflegeleitung beim Treffen praktikabler Entscheidungen, bringe ein Beispielhandbuch als Arbeitsgrundlage mit, treibe an, moderiere die bunten Arbeitskreise (ausschließlich Pflegekräfte ohne Leitungsfunktion) und halte Ergebnisse fest, überprüfe sie auf Verständlichkeit und Umsetzbarkeit und führe abschließend alles zusammen.

Mehr zum Thema Pflegedokumentation ist auch in meinem Arbeitsbuch zu finden:
Kapitel 4: Mehr Zeit für die Pflege mit weniger Dokumentation
4.1: Frustquelle Wissenslücken an der Basis – Wie Schulungsmaßnahmen greifen
4.2: Pflegeplanungen auf ein praxisnahes Maß reduzieren
4.3: Ein maßgeschneidertes Handbuch für die Pflegepraxis – in vier Schritten
4.4: Weitere offene Punkte aus der Frustquelle

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